Aussenhandel im August mit Überschuss von 3,0 Mrd CHF

Zürich (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat im August erneut in beiden Verkehrsrichtungen zugelegt. Die Exporte stiegen im Berichtsmonat um satte 12% auf 16,1 Mrd CHF (real +6,0%). Der Berichtsmonat zählte allerdings einen Arbeitstage mehr als im Vorjahr, so dass sich bereinigt noch ein nominales Plus von 7,0% und real ein solches von 1,2% ergibt. Die Importe legten derweil um 13,5% auf 13,0 Mrd CHF (real +10%) zu, auf bereinigter Basis waren es +8,4% bzw. +5,1%. Die Handelsbilanz schloss somit im Berichtsmonat mit einem Überschuss von 3,0 Mrd CHF ab.
20.09.2016 08:30

Der Aussenhandel habe im August erneut ganz im Zeichen der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte gestanden, teilte die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mit. Fünf der zehn erfassten Warengruppen verzeichneten laut EZV umsatzmässig eine Zunahme.

An der Spitze standen die chemisch-pharmazeutischen Produkte (nominal +25%), die mit Abstand grösste Warengruppe. Hier nahmen laut EVZ die Lieferungen von pharmazeutischen Wirkstoffen um 58% zu, jene von Medikamenten um 29% und die von immunologischen Produkten um 21%.

Die Uhrenexporte blieben hingegen weiterhin im Formtief. Die Ausfuhren der drittgrössten Gruppe bildeten sich nominal um 12,9% zurück. Doch auch die Exporte von Maschinen und Elektronik sanken nominal um 6,0%; der Rückgang habe eine breite Produktpalette getroffen, heisst es.

Die Mehrexporte entfielen fast ausschliesslich auf Nordamerika (+22%) und Europa (+10%), heisst es weiter. Dabei habe Österreich mit +59% hervorgestochen. Aber auch die Ausfuhren ins Vereinigte Königreich (+21%), nach Frankreich (+15%) und Deutschland (+11%) seien deutlich gewachsen, getrieben von Pharmaverkäufen. Negativ entwickelte sich der Umsatz in Asien (-7%), wobei die Exporte nach Japan um 25% gestiegen seien. Der Versand nach Lateinamerika wiederum ging insgesamt um 10% zurück.

In einer saisonbereinigten Betrachtung sanken die Exporte zum Vormonat um 0,8%, real betrug das Minus 2,1%. Die Importe nahmen um 4,6% zu (real -3,5%) ab.

ra/uh

(AWP)