Aussenhandel im November mit Überschuss von 3,6 Mrd CHF

Zürich (awp) - Der Schweizer Aussenhandel hat sich im November eingetrübt. Die Exporte legten nominal zwar um 2,5% auf 18,8 Mrd CHF zu, arbeitstagbereinigt - der November 2016 umfasste einen Tag mehr als der Vorjahresmonat - waren es allerdings 2,1% weniger (real: -3,7%).
20.12.2016 08:30

Die Importe sanken nominal um 0,4% auf 15,2 Mrd CHF, bereinigt um einen Arbeitstag waren es hier -4,9% (real: -6,1%). In der Handelsbilanz resultierte damit ein hoher Überschuss von 3,6 Mrd CHF, wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilte.

Auf saisonbereinigter Basis (gegenüber dem Vormonat) bildeten sich die Exporte um 3,1% zurück (real: -0,4%), bei den Einfuhren lag das Minus bei 4,6% (real: -4,2%).

Der Berichtsmonat präsentierte (arbeitstagbereinigt) laut EZV bei den Branchen eine grosse Bandbreite von -23% (Fahrzeuge; Flugzeuge) bis zu +15 % (Textilien, Bekleidung und Schuhe; Rücksendungen). Während die beiden exportgrössten Sparten (Chemie/Pharma, Maschinen(Elektronik) mehr oder weniger stagnierten, sanken die Ausfuhren von Uhren und damit der drittgrössten Warengruppe um fast einen Zehntel.

Abgesehen von Nordamerika (+1%) reduzierten sich den Angaben zufolge die Exporte nach allen bedeutenden Kontinenten. Um 3% sanken die Ausfuhren nach Europa (EU: -4%), bedingt durch rückläufige Pharma-Verkäufe in Österreich (-33%) und in Grossbritannien (-14%), bei letzterem hätten dabei auch gesunkene Fahrzeuglieferungen eine Rolle gespielt.

Ferner gingen die Ausfuhren nach Frankreich um 8% zurück, während die die Exporte nach Belgien innert Jahresfrist um 18% zulegten. Der Absatz in Asien verringerte sich insgesamt um 1%. Stark gegensätzlich fiel hier das Exportgeschäft in Japan (-102 Mio) und China (+94 Mio) aus.

uh/rw

(AWP)