Aussenhandel-KMU erwarten laut CS-Umfrage leichte Abwertung des Frankes zum Euro

Ein Grossteil der im Aussenhandel tätigen KMU erwartet, dass sich der Franken im Verlauf des Jahres gegenüber dem Euro leicht abwerten wird. Dies ergab eine Umfrage der CS unter rund 500 Firmen. Insgesamt gingen die Erwartungen der Unternehmen aber stark auseinander, heisst es in einer Medienmitteilung vom Donnerstag. Laut den CS-Ökonomen ist dies wenig erstaunlich, weil mit den Wahlen in Frankreich, aber auch anderen wichtigen politischen Entscheidungen der Zusammenhalt in Europa in den nächsten Monaten erneut auf die Probe gestellt werde. Dies könnte potenziell die Währungssituation mitprägen.
27.04.2017 12:54

Einig sind sich die Unternehmen darin, dass ein Kurs von 1,20 des EUR/CHF-Paars so schnell nicht wieder erreicht werden dürfte. Im Durchschnitt rechnen die Umfrageteilnehmer für das laufende Jahr mit einem Euro/Franken-Wechselkurs von knapp 1,08.

Eine Frankenaufwertung stellt insbesondere für Exporteure ein Risiko dar, das Gegenteil gelte für Importeure. Es sei deswegen ein Zeichen der Vorsicht, dass Importeure mit einem tendenziell höheren Kurs (1,10) rechnen als die Exporteure mit 1,07. Beide gehen von der für sie ungünstigeren Variante aus.

Mit der vorsichtigen Budgetierung wollten sich die KMU bewusst einen Puffer gegenüber einer neuen, allfälligen Aufwertungsphase des Frankens schaffen, fügen die Spezialisten der Credit Suisse an. Erstaunlich sei es deswegen, dass weit über ein Drittel der Befragten ihre Währungsrisiken nicht durch Finanzinstrumente absicherten. Dies zeige, dass die Schweizer KMU das finanzielle Wechselkursrisiko immer noch grösstenteils selber tragen.

yl/rw

(AWP)