BAK Basel rechnet für 2018 nach Talsohle mit Aufschwung im Detailhandel

Der Umsatzrückgang der Detailhändler dürfte sich auch im Gesamtjahr 2017 fortsetzen. Zu diesem Schluss kommen die Experten von BAK Basel laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Einen Lichtblick gebe es aber nach der durchschrittenen Talsohle im nächsten Jahr.
24.08.2017 10:59

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres habe der Schweizer Detailhandel den 2015 mit dem Frankenschock eingesetzten Negativtrend nicht stoppen können, schreiben die Experten. Obwohl sich die konjunkturelle Grosswetterlage im restlichen Jahresverlauf 2017 aufhelle und die Binnenwirtschaft erreiche, müsse wegen der schwachen ersten Jahreshälfte für das Gesamtjahr zum dritten Mal in Folge ein Umsatzrückgang in Kauf genommen werden, heisst es.

Zwar rechnet das BAK Basel mit einem nominalen Minus von 0,9% für 2017, ist aber überzeugt, dass damit die Talsohle erreicht sei. Im nächsten Jahr habe der Schweizer Detailhandel dann gute Chancen wieder zu expandieren und nominal 0,6% zu wachsen. Gründe dafür seien neben der sich aufhellenden wirtschaftlichen Bedingungen insbesondere der Anstieg der real verfügbaren Pro-Kopf-Einkommen, schreiben die Studienautoren.

Die Preise sollten zudem die bereits 2016 beobachtete Normalisierung fortsetzen. Denn die Preisentwicklung im Detailhandel sei in der ersten Jahreshälfte 2017 nur noch schwach rückläufig. Mittelfristig würden die Preise im Schweizer Detailhandel wieder steigen. So rechnen die Experten für 2017 noch mit einem Preisrückgang von -0,3%, für das kommende Jahr erwarten sie aber im Schnitt mit nahezu stabilen bis steigenden Preisen.

Im Bekleidungsdetailhandel erwarte man beispielsweise zum zweiten Jahr in Folge Preisanstiege von 1,5%. Nachdem lange andauernden starken Preiswettbewerb, scheine nun eine gewisse Marktbereinigung vollzogen zu sein, heisst es dazu.

sta/sig

(AWP)