Bankenrettung beeinflusst Italien-Bewertung zunächst nicht - S&P

LONDON (awp international) - Die von der italienischen Regierung beschlossenen Massnahmen zur Stabilisierung des Bankensektors haben laut der Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) zunächst keinen Einfluss auf die Kreditwürdigkeit des Landes. Die Bonitätsnote bleibe auf "BBB-", teilte die Agentur am Mittwoch in London mit. Diese Note liegt nur eine Stufe über dem sogenannten Ramschniveau, mit dem riskante Anleihen gekennzeichnet werden.
28.12.2016 12:17

Die italienische Regierung hatte in der vergangenen Woche ein Bankenrettungspaket beschlossen. Dies schaffte die Voraussetzungen für die Bildung eines Fonds mit Mitteln in Höhe von 20 Milliarden Euro. Das Geld ist dazu gedacht, neben der Traditionsbank Monte dei Paschi auch andere Krisenbanken im Land zu stützen.

Die Massnahmen werden laut S&P zu einem Anstieg des italienischen Schuldenstandes um 1,2 Prozentpunkte auf 131,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende 2017 führen, sollten die 20 Milliarden Euro vollständig fliessen. Zuvor war S&P von 130,4 Prozent ausgegangen. Gleichzeit würden jedoch durch die Rekapitalisierung Verbindlichkeiten im Bankensektor vermindert, da diese durch den Staat übernommen werden./jsl/jkr/mis

(AWP)