BIP steigt im ersten Quartal um 0,3% zum Vorquartal

Die Schweizer Wirtschaft ist zum Jahresanfang 2017 moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3%, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es +1,1%.
01.06.2017 08:14

Die Werte liegen damit am unteren Rand der Ökonomen-Schätzungen. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf +0,3% bis +0,6% und im Vorjahresvergleich auf +1,1% bis +1,3% geschätzt.

Der private Konsum habe nach einem sehr starken Vorquartal deutlich schwächer als im langjährigen Mittel expandiert, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Rubrik Gesundheit habe einen positiven Impuls geliefert, während sich der Bereich Wohnen und Energie negativ entwickelt habe. Die Konsumausgaben des Staates seien derweil moderat angestiegen, heisst es weiter.

Die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen legten laut dem Seco nach einem Rückgang im Vorquartal wieder zu. Auch die Handelsbilanz habe positiv zum Wachstum beigetragen.

Auf der Produktionsseite des BIP wurde das Wachstum massgeblich vom verarbeitenden Gewerbe getragen, wie es weiter heisst. Die Dienstleistungssektoren hätten sich hingegen unterschiedlich entwickelt: Im Gesundheits- und Sozialwesen wuchs demnach die Wertschöpfung, zurück ging sie im Handel sowie im Finanzsektor. Der BIP-Deflator (+0,8%) war laut dem Seco erstmals seit 13 Quartalen höher als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Im vierten Quartal 2016 war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,2% gewachsen, was leicht höher ist als das ursprünglich gemeldete Plus von 0,1%. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf +0,7% erhöht.

2016 wuchs das Bruttoinlandprodukt (BIP) real um 1,3%, so das Seco, das damit die erste Schätzung vom März bestätigt.

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(AWP)