BIP steigt im vierten Quartal nur leicht - Erste Schätzung 2016 bei +1,3%

Die Schweizer Wirtschaft ist auch zum Jahresende 2016 nur schwach gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im vierten Quartal 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,1%, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es +0,6%.
02.03.2017 08:15

Die neusten Werte liegen damit unter den Ökonomen-Schätzungen. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf +0,3% bis +0,6% und im Vorjahresvergleich auf +1,2% bis +1,5% geschätzt.

Positive Impulse kamen vom privaten und staatlichen Konsum, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mit. Die Bau- und Ausrüstungsinvestitionen waren dagegen rückläufig. Zusätzlich habe die Handelsbilanz das BIP-Wachstum gebremst. Und die Warenexporte hätten das schwächste Quartalsergebnis seit drei Jahren eingefahren.

Auf der Produktionsseite des BIP entwickelten sich die Wirtschaftssektoren im vierten Quartal 2016 heterogen, heisst es weiter. Der BIP-Deflator ging laut Seco im Vergleich zum vierten Quartal 2015 um 0,2% zurück.

Im dritten Quartal 2016 war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,1% gewachsen, was leicht höher ist als die ursprünglich gemeldete Stagnation. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal wurde ebenfalls um 0,1 Prozentpunkte auf +1,4% erhöht.

Für das Jahr 2016 resultiert eine provisorische Wachstumsrate des realen BIP von 1,3%. Im Jahr 2015 war das BIP mit +0,8% noch wesentlich schwächer gewachsen. Das BIP-Wachstum 2016 spiegelt somit die moderate Erholung von der konjunkturellen Abkühlung nach dem Franken-Schock Anfang 2015, so das Seco. Diese Beschleunigung gehe jedoch insbesondere auf die starke erste Jahreshälfte zurück.

ra/mk

(AWP)