BIP wächst im zweiten Quartal um 0,3% zum Vorquartal - Abwärtsrevision im Q1

Die Schweizer Wirtschaft ist zum Jahresanfang 2017 nur moderat gewachsen. Das reale Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3%, gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal waren es ebenfalls 0,3%. Im Vergleich zum relativ deutlich nach unten revidierten ersten Quartal entspricht dies aber immer noch einer leichten Beschleunigung.
05.09.2017 08:15

Die Werte liegen damit im Vorquartalsvergleich am untersten Rand der Ökonomen-Schätzungen und beim Vorjahresvergleich sogar deutlich darunter. Von AWP befragte Experten hatten das Wachstum zum Vorquartal auf +0,3% bis +0,6% und im Vorjahresvergleich auf +0,8% bis +1,1% geschätzt.

Das verarbeitende Gewerbe, der Finanzsektor und das Gastgewerbe hätten das Wachstum massgeblich gestützt, teilte das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) am Dienstag mit. Verwendungsseitig wurde das Wachstum durch die inländische Nachfrage getragen: Positive Impulse kamen sowohl vom Konsum (+0,2%) als auch von den Investitionen.

Der Staatskonsum (+0,3%) erhöhte sich ebenfalls, die Dynamik der Ausrüstungsinvestitionen (+0,3%) schwächte sich gegenüber dem Vorquartal spürbar ab. Die Bauinvestitionen (+0,8%) gewannen hingegen nach zwei schwächeren Quartalen an Fahrt.

Der Handel, die öffentliche Verwaltung und der Gesundheitssektor entwickelten sich hingegen schwach. Auch die Handelsbilanz trug laut dem Seco negativ zum BIP bei.

Im ersten Quartal war die Schweizer Wirtschaft laut revidierten Zahlen gegenüber dem Vorquartal um 0,1% gewachsen, was tiefer ist als das ursprünglich gemeldete Plus von 0,3%. Die Wachstumszahl zum Vorjahresquartal wurde um deutliche 0,5 Prozentpunkte auf +0,6% gesenkt.

ra/rw

(AWP)