Bombardier ficht Vergabeentscheid der BLS nicht an

Bei der grössten Rollmaterialbeschaffung ihrer Geschichte kann das Berner Bahnunternehmen BLS definitiv auf Stadler Rail setzen. Der letzte verbliebene Konkurrent, Bombardier, ficht den Vergabeentscheid nicht an.
03.06.2017 11:44

BLS-Sprecher Stefan Dauner bestätigte am Samstag auf Anfrage eine entsprechende Meldung der "Berner Zeitung" vom gleichen Tag. Er sagte, die Frist für Beschwerden gegen den Anfang Mai bekanntgegebenen Entschluss der BLS sei unbenutzt verstrichen.

Die BLS will beim Ostschweizer Fahrzeugbauer 58 sechsteilige, einstöckige Triebzüge des Typs "Flirt" kaufen. Diese sollen 2021 bis 2026 schrittweise in Verkehr gesetzt werden und ersetzen im RegioExpress-Verkehr sowie auf dem Netz der Berner S-Bahn 43 ältere Züge. 650 Mio. Franken will die BLS dafür aufwenden.

Bevor die BLS den Auftrag endgültig vergibt, müssen BLS-Verwaltungsrat, Bund und Kantone noch das nötige Geld freigeben.

(AWP)