Brexit lastet auf Wirtschaftswachstum in Britannien und Eurozone

Brüssel (awp/sda/reu) - Die Unsicherheit durch das Brexit-Votum trifft die britische Wirtschaft nach Berechnungen der EU-Kommission besonders heftig. In diesem und kommenden Jahr könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vereinigten Königreich um ein bis 2,5 Prozent niedriger ausfallen als bisher angenommen, sagte EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici am Montag nach Beratungen der Euro-Finanzminister in Brüssel.
11.07.2016 20:05

Für die Euro-Zone könne sich bis 2017 ein niedrigeres Wachstum von 0,2 bis 0,5 Prozent ergeben. Auch EZB-Chef Mario Draghi hatte beim EU-Gipfel Ende Juni laut Teilnehmern davon gesprochen, dass die Konjunktur in der Euro-Zone wegen des Brexit in den kommenden drei Jahren um bis zu 0,5 Prozent niedriger ausfallen könnte.

Moscovici betonte, dass es sich bei den Berechnungen noch nicht um Prognosen handele, sondern um erste Annahmen. Vor allem die politische Unsicherheit über die weitere Entwicklung nach dem Votum der Briten für einen EU-Austritt trübe die Konjunkturaussichten. Je länger die Unsicherheit anhalte, desto teurer werde es für die Wirtschaft, warnte Moscovici.

(AWP)