Britische Notenbank sorgt sich nach Brexit um Finanzstabilität

London (awp/sda/reu) - Die britische Notenbank ist nach dem Brexit-Votum in Sorge um die Stabilität des Finanzsystems im Land. Es gebe Hinweise, dass sich einige Gefahren bereits herauskristallisierten, teilte die Bank of England (BoE) am Dienstag mit.
05.07.2016 12:03

Der Finanzsektor stehe vor Herausforderungen. Der geldpolitische Ausschuss der BoE sei bereit, für ausreichende Liquidität zu sorgen sowie die Kreditvergabe und das Funktionieren der Märkte zu unterstützen.

Die Notenbank in London hatte nach dem überraschenden Votum für einen britischen EU-Austritt eine Lockerung ihrer Geldpolitik zum Ankurbeln der Wirtschaft in Aussicht gestellt. Im Laufe des Sommers würden vermutlich geldpolitische Anreize benötigt, sagte BoE-Chef Mark Carney jüngst.

Investoren rechnen bereits damit, dass die BoE den Leitzins im Sommer senkt - möglicherweise sogar bis auf 0,0 Prozent. Aktuell liegt er mit 0,5 Prozent bereits auf einem historisch niedrigen Niveau.

Die Währungshüter hatten schon vor dem Brexit-Referendum vor den Folgen eines EU-Austritts gewarnt und für diesen Fall eine längere Phase der Unsicherheit prophezeit, wodurch die Konjunktur und insbesondere Exportaussichten getrübt werden dürften.

(AWP)