Bundesbank: Aufschwung in Deutschland grundsätzlich intakt

Die Bundesbank wertet den schwachen Start der deutschen Wirtschaft ins Sommerquartal als "vorübergehende Schwächephase". Die Stimmung in den Unternehmen sei Umfragen zufolge weiterhin gut, begründet die Bundesbank in ihrem Monatsbericht September, der am Montag veröffentlicht wurde: "Der Aufschwung in Deutschland dürfte nicht zuletzt aufgrund der anhaltend guten Binnenkonjunktur grundsätzlich intakt sein."
17.09.2018 12:10

Ursächlich für die Delle zu Beginn des laufenden dritten Quartals war nach Einschätzung der Bundesbank, dass die Industrie und dort vor allem die Kfz-Branche ihre Produktion im Juli stark eingeschränkt hatte. Die Umstellung auf neue Abgastests machte deutschen Autobauern zu schaffen. Seit 1. September dürfen in der EU nur noch Autos neu zugelassen werden, die den Prüfstandard WLTP ("Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure") durchlaufen haben.

"Sobald die Umstellungsprobleme in der Kfz-Branche überwunden sind, dürfte ... das gesamtwirtschaftliche Expansionstempo wieder deutlich anziehen", schreiben die Bundesbank-Volkswirte. Im zweiten Quartal 2018 war die deutsche Wirtschaftsleistung - angetrieben vor allem von der Konsumlust der Verbraucher und dem Bauboom - im Vergleich zu den ersten drei Monaten dieses Jahres um 0,5 Prozent gestiegen. Im ersten Vierteljahr hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zugelegt./ben/DP/bgf/

(AWP)