Bundesbankchef Weidmann warnt vor Gefahren der extrem lockeren Geldpolitik

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat abermals vor einer zu langen Fortsetzung der aktuell extrem lockeren Geldpolitik in der Eurozone gewarnt. Er sehe die Gefahr, dass die Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) länger als absolut notwendig weitergeführt werden könnten, sagte Weidmann am Montag vor Journalisten in Düsseldorf. Der Bundesbankchef ist auch Mitglied des EZB-Rates.
27.03.2017 19:35

Weidmann sagte, dass er eine weniger expansive Geldpolitik in der Eurozone vorziehen würde. Der Bundesbank-Chef hatte zuvor mehrfach vor schädlichen Nebenwirkungen einer expansiven Geldpolitik gewarnt. Im Dezember hatte die EZB eine Fortsetzung der Anleihekäufe bis mindestens zum Jahresende beschlossen, allerdings wird das Volumen von April an von monatlich 80 Milliarden Euro auf 60 Milliarden Euro gesenkt./jkr/tos/stb

(AWP)