Carney: Bank of England muss auch den Pfund-Wechselkurs berücksichtigen

LONDON (awp international) - Die Bank of England (BoE) will die jüngsten Wechselkursverlusten des britischen Pfundes bei ihrer Geldpolitik berücksichtigen. "Die BoE ist gegenüber den Kursbewegungen des Pfundes nicht gleichgültig", sagte Notenbank-Gouverneur Mark Carney am Dienstag in London. Es habe hier zuletzt "substanzielle Bewegungen" gegeben. Allerdings ziele die Geldpolitik der Notenbank nicht auf einen bestimmten Wechselkurs.
25.10.2016 19:29

Das britische Pfund war zuletzt erneut unter Druck geraten. Die Finanzmärkte gingen zuletzt zunehmend von einem sogenannten "harten Brexit" aus - also einem Ausscheiden von Grossbritannien aus dem EU-Binnenmarkt. Die Schwäche des Pfundes könnte nach Einschätzung von Ökonomen zu einer steigenden Inflation führen und so die Geldpolitik der BoE erschweren. Carney machte deutlich, dass die Notenbank ein Überschiessen des Inflationsziels von zwei Prozent nur in einem gewissen Rahmen tolerieren werden.

Das Pfund erholte sich nach den Aussagen von Carney etwas von seinen vorherigen Verlusten. Das Pfund war zuvor um rund ein Prozent zum Dollar gefallen./jsl/she

(AWP)