Chefökonom der Bank of England: Geldpolitik nur kurzfristige Hilfe

London (awp/sda/reu) - Die Geldpolitik kann der britischen Wirtschaft nur kurzfristig über die Brexit-Unsicherheiten hinweghelfen. Das schrieb der Chefökonom der Bank of England, Andy Haldane, in einem Gastbeitrag für die "Sunday Times".
14.08.2016 11:24

Für die Notenbank sei klar, dass sie die Folgen des Brexit-Votums für das Land nicht auf lange Sicht abfedern könne. Haldanes Aussagen passen zu der Ansicht vieler Ökonomen, dass die Regierung im Herbst ein Konjunkturprogramm auflegen muss, um die Wirtschaft auf Kurs zu halten.

Anfang des Monats hatte die britische Notenbank mit einer Zinssenkung und einer noch grösseren Geldflut auf die drohende Rezession reagiert. Mit 0,25 Prozent liegt das Zinsniveau nun so tief wie noch nie zuvor seit Gründung der altehrwürdigen Bank of England vor mehr als 320 Jahren.

(AWP)