China verbraucht erneut weniger Kohle

China hat das dritte Jahr in Folge weniger Kohle verbraucht. Wie das Umweltministerium in Peking am Dienstag mitteilte, sei der Kohleverbrauch im vergangenen Jahr nach vorläufigen Zahlen um 4,7 Prozent zurückgegangen. Damit ist China zwar noch immer der grösste Kohle-Konsument der Welt. Dennoch lobten Umweltschützer, dass Peking sichtbare Fortschritte dabei mache, seine Abhängigkeit von Kohleverbrennung, eine der grössten Quelle für das klimaschädliche Treibhausgas CO2, zu reduzieren.
28.02.2017 12:17

China nehme im Kampf gegen den Klimawandel immer klarer eine "Führungsrolle" ein, sagte der Greenpeace-Experte Li Shuo. Entwarnung für das Weltklima könne allerdings noch nicht gegeben werden. Ein neuer Unsicherheitsfaktor sei die Rhetorik von US-Donald Trump, der das Klimaabkommen von Paris mehrfach in Frage gestellt und es als "unfair" bezeichnet hatte.

Ein Grund, warum China beim Kohleabbau so schnell voran kommt, ist die schwächelnde Wirtschaft des Landes. Die Industrie benötigt weniger Brennstoff als noch vor einigen Jahren. Doch auch der unerträgliche Smog in den Grossstädten und Industrieregionen, den viele Menschen nicht mehr hinnehmen wollen, zwingt Peking dazu, schnell zu handeln./jpt/DP/mis

(AWP)