China will 'digitale Börsengänge' unterbinden

Die chinesische Führung will gegen sogenannte digitale Börsengänge vorgehen. Die Notenbank des Landes teilte am Montag auf ihrer Internetseite mit, dass sie ICOs (Initial Coin Offerings) als illegal einstufe und entsprechende Aktivitäten sofort gestoppt werden sollten.
04.09.2017 12:19

Mit ICOs sammeln Unternehmen Geld für künftige Projekte ein. Meist zahlen die Investoren dabei mit Digitalwährungen. Anders als bei klassischen Aktien erwerben sie aber keinen Anteil am Unternehmen und haben in der Regel kein Mitspracherecht. Die Geldgeber erhalten lediglich sogenannte Tokens, die eine Art "Mini-Digitalwährung" des jeweiligen Unternehmens darstellen und deren Wert vom Erfolg des Geschäftsmodells abhängt. Experten berichten zudem von Betrugsfällen in erheblichem Ausmass.

Untersuchungen hätten zu dem Ergebnis geführt, dass ICOs die Finanzstabilität gefährden, hiess es von Chinas Notenbankern. Bereits vergangene Woche hatten chinesische Medien mit Bezug auf anonyme Quellen über die Verbotspläne berichtet. Die bekannteste Digitalwährung Bitcoin hatte am Freitag ein neues Rekordhoch bei über 4900 Dollar erreicht und verlor im Anschluss bis Montagvormittag wieder rund 10 Prozent an Wert./tos/bgf/stb

(AWP)