Credit Suisse erwartet 2018 starkes Jahr für Schweizer Aktien

Für das kommende Jahr erwarten die Experten der Credit Suisse eine erneut starke Performance für Aktien. Wie die Bank in ihrem am Donnerstag präsentierten Ausblick für 2018 hervorhebt, dürften gerade Schweizer Dividendenpapiere im kommenden Jahr weiter gefragt sein.
23.11.2017 09:30

Sie begründen diese Annahme mit einem stärkeren globalen Wachstum und einem schwächeren Schweizer Franken. Diese beiden Faktoren sollten zu einer günstigen Exportperspektive führen. Zwar liessen die beiden Wachstumstreiber Zuwanderung und Immobilienzyklus langsam nach, dennoch gehen die Volkswirte von einem Wirtschaftswachstum von 1,7% aus. Oliver Adler, Chefökonom der Credit Suisse, betont aber mit Blick auf die Zukunft: "Die Schweiz braucht einen Produktivitätsschub in den binnenwirtschaftlich orientierten Sektoren, um langfristig ein robustes Wachstum aufrechtzuerhalten."

Grundsätzlich ziehen die Anlagestrategen der Bank Aktien gegenüber Anleihen vor. Dabei rechnen sie damit, dass Schwellenländeraktien 2018 niedrige zweistellige Gesamtrenditen erwirtschaften werden, wobei sie insbesondere den Small Caps gute Aussichten einbauen. In den Industrieländern gelten neben den Schweizer Aktien japanische als Werte mit dem grössten Potenzial. Mit Blick auf die verschiedenen Branchen bevorzugt die CS die Sektoren Gesundheitswesen, Telekommunikationsdienste, Industrie und Finanzwesen

Auch global betrachtet zeigen sich die Experten der CS zuversichtlich, dass die Weltwirtschaft im kommenden Jahr trotz nachlassender lockerer Geldpolitik weiter solide wachsen wird. Das globale BIP-Wachstum sehen sie bei 3,8%. Die globale Inflation dürfte "voraussichtlich bei gesunden 2,7% liegen".

Als treibende Kraft hinter dem Wirtschaftswachstum sehen sie steigende Unternehmensinvestitionen. Diese waren in den letzten Jahren zurückhaltend, sollten sich aber in einen wichtigen Wachstumstreiber für die Zukunft entwickeln. Das Risiko einer globalen Rezession schätzen sie dagegen als sehr gering ein.

Wie Michael Strobaek, Global Chief Investment Officer der Credit Suisse, zusammenfassend zitiert wird: "Unternehmensinvestitionen, Fusionen und Übernahmen sowie die zunehmende Verschuldung der Unternehmen dürften 2018 zu bedeutenden Themen werden".

Auch wenn die Strategen weiteres Potenzial am Aktienmarkt sehen, warnen sie, dass es vor allem in Richtung Jahresende 2018 wachsende Herausforderungen geben werde. Ab dann sei damit zu rechnen, dass die Zentralbanken ihre Liquidität verringern werden, heisst es.

hr/uh

(AWP)