CS-CFA-Indikator steigt im März markant an - Höchster Stand seit Januar 2014

Analysten sind für den Schweizer Konjunkturverlauf deutlich optimistischer gestimmt. So legte der CS-CFA-Indikator, der die Experten-Erwartungen für die kommenden sechs Monate misst, im März gegenüber dem Vormonat um 10,2 auf +29,6 Punkte zu. Das war die siebte Verbesserung in Folge, und der Index erreichte den höchsten Stand seit Januar 2014.
29.03.2017 10:30

37,0% der Befragten (+14,4 Prozentpunkte) erwarten in den nächsten sechs Monaten eine Verbesserung der Konjunkturlage, mit einer Verschlechterung rechnen hingegen nur 7,4% (+4,2 PP). Die grosse Mehrheit (55,6%) geht von einer unveränderten Lage aus. Der Indikator ergibt sich aus dem Saldo der Antworten "Verbessern" und "Verschlechtern" (37,0 minus 7,4 = 29,6).

Die aktuelle Wirtschaftslage in der Schweiz wird von den Analysten ebenfalls etwas besser gesehen. 70,4% der Befragten bewerten sie als "normal", 25,9% als "gut" und nur 3,7% als "schlecht", wie die Credit Suisse und die CFA Society Switzerland, die den Index auf monatlicher Basis berechnen, am Mittwoch mitteilen.

Ebenfalls etwas optimistischer sind die Analysten, was die Konjunkturaussichten in der Eurozone, den USA und China betrifft. Für alle drei Regionen hat sich der Anteil von "Verbessern sich" zulasten von "Bleiben unverändert" erhöht. Besonders markant war diese Entwicklung für China.

Deutlich verändert hat sich die Haltung zur Inflation. So gehen nur noch 46,2% der Befragten für die Schweiz von einem Anstieg der Inflationsrate in den nächsten sechs Monaten aus (-18,3 Prozentpunkte). Auch für die die Eurozone (53,8%) ist dieser Wert gesunken, für die USA (73,1%) hingegen praktisch stabil geblieben.

Beim EUR/CHF-Wechselkurs geht nun eine klare Mehrheit (60,0%) von stabilen Verhältnissen aus, nachdem im Vormonat noch eine Mehrheit eine Aufwertung des Frankens angenommen hatte. Uneinig sind sich die Experten beim USD/CHF-Wechselkurs: Je rund ein Viertel erwarten eine Aufwertung des Frankens rsp. eine Seitwärtsbewegung, knapp die Hälfte hingegen eine Abwertung.

Die Umfrage wurde zwischen dem 13. und 27. März durchgeführt, 27 Analysten nahmen daran teil. Früher war der Index von der CS in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelt worden.

rw/cf

(AWP)