CS-Exportbarometer: USA bleibt wichtiger Zielmarkt für Schweizer Exporteure

Zürich (awp/sda) - Unabhängig vom Ausgang der anstehenden Präsidentschaftswahlen dürften die USA eine wichtige Stütze für Schweizer Exporte bleiben. 98% der Schweizer KMU rechnen damit, dass sie in fünf Jahren mehr oder zumindest gleich viel in die USA exportieren werden wie heute.
06.10.2016 09:12

Die von der Exportförderung Switzerland Global Enterprise (S-GE) und der Grossbank Credit Suisse (CS) erstellten KMU-Exportperspektiven des vierten Quartals streichen die Bedeutung des US-Markts für die Schweiz heraus. Demnach gaben 55% der befragten kleinen und mittlere Unternehmen (KMU) an, dass sie in die USA exportieren.

Für 35% der befragten KMU gehören die USA gemessen am Volumen zu den wichtigsten drei Exportdestinationen, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht. Zudem gehen 43% davon aus, dass der Umsatzanteil ihrer Exporte in die USA, gemessen an den Gesamtexporten in den nächsten fünf Jahren, zunehmen wird. Weitere 55% glauben, dass der Anteil ihrer Exporte in die USA zumindest stabil bleiben wird.

Die konjunkturelle Entwicklung in den USA dürfte die Exportaktivitäten der Schweizer Unternehmen unterstützen. Die Credit Suisse rechnet damit, dass sich die amerikanische Wirtschaft in den nächsten Monaten robust entwickelt.

Für 2016 erwartet die Grossbank ein Wirtschaftswachstum von 1,5%. 2017 dürfte die amerikanische Volkswirtschaft um 2% wachsen.

NACHFRAGE WÄCHST WEITER

Das Exportbarometer der Credit Suisse, das die ausländische Nachfrage nach Schweizer Gütern abbildet, steht zurzeit bei 1,04. Es liegt damit praktisch auf dem langjährigen Durchschnitt von 1 und deutlich über der Wachstumsschwelle von 0. Im Vorquartal war noch ein Wert von 1,13 erreicht worden.

Die Zeichen stünden in den wichtigsten Exportzielmärkten der Schweizer Unternehmen noch immer auf Wachstum, heisst es im Bericht. Positive Impulse seien in den nächsten Monaten aus der Eurozone, insbesondere aus Deutschland, aus den USA und aus Grossbritannien zu erwarten.

NAHE AM ZWEI-JAHRES-HÖCHSTSTAND

Bezüglich ihrer Exportaussichten sind die KMU zuversichtlich. Die von der Exportförderung Switzerland Global Enterprise (S-GE) berechnete KMU-Exportstimmung ist im Quartalsvergleich weiter gestiegen.

Sie erhöhte sich von 61,3 Punkten für das dritte Quartal auf einen Wert von 63,7 Punkten per Anfang des vierten Quartals. Damit liegt die Exportstimmung deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten und nahe am Zwei-Jahres-Höchststand von Anfang 2015 mit 65,4 Punkten.

Der Wert errechnet sich aus der Exportstimmung der KMU für das 4. Quartal 2016 sowie den effektiven Exporten im Vorquartal.

MEM-INDUSTRIE OPTIMISTISCH

In sechs von acht untersuchten Branchen rechnen die KMU mit steigenden Ausfuhren. Optimismus herrscht insbesondere in den Sektoren Maschinenbau und Metallindustrie. Während die Maschinenbauer mit einem Wachstum der Exporte von 6,7% im kommenden Quartal rechnen, erwartet die Metallindustrie eine Steigerung von 5%.

Die Elektrotechnikunternehmen gehen von einem Plus von 3,7% aus. Pessimistisch sind die dagegen die Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche (minus 3,4%) und Konsumgüter (minus 2,9)%). Sie rechnen mit rückläufigen Exporten.

cf

(AWP)