CS: SNB dürfte Devisenmarktinterventionen bei Bedarf fortsetzen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) dürfte auch in Zukunft mit Interventionen am Devisenmarkt auf politische Unsicherheiten reagieren. Die Ökonomen der Credit Suisse gehen davon aus, dass die SNB ihre Käufe wieder aufstockt, falls politische Ereignisse wie der Brexit-Prozess die politische Unsicherheit und somit auch die Nachfrage nach Schweizer Franken erhöhen würden, schreibt die CS am Dienstag in der jüngsten Ausgabe des "Monitor Schweiz".
13.06.2017 09:32

"Vor Beginn der Normalisierung der Geldpolitik in Europa, die im September angekündigt werden sollte, wird die SNB wohl keine Änderung ihrer bisherigen Interventionspolitik vornehmen", wird Oliver Adler, Chefökonom Schweiz der CS zudem zitiert. "Vor diesem Hintergrund dürften die Negativzinsen bis mindestens Ende 2018 in Kraft bleiben."

Die Voraussetzungen für eine weitere Erholung der Exportwirtschaft seien jedoch gegeben. Insgesamt ist die Verfassung der Schweizer Wirtschaft gemäss den CS-Ökonomen besser, als sie angesichts der auf den ersten Blick enttäuschend schwachen Zunahme der Wirtschaftsleistung im 1. Quartal 2017 (+0,3% gg VQ gemäss Seco) zu sein scheint. Im Jahresdurchschnitt dürfte die Wirtschaft 2017 um 1,5% wachsen, im kommenden Jahr um 1,7%. Die Teuerung dürfte in beiden Jahren jeweils rund 0,5% betragen. Damit bestätigt die Bank ihren Prognosen von Ende Mai.

yr/rw

(AWP)