Defizit in Österreichs Aussenhandel mehr als verdoppelt

Österreichs Aussenhandelsdefizit hat sich 2016 auf 4,37 Mrd EUR mehr als verdoppelt. Dies obwohl die Energieimporte weiter gesunken sind.
10.03.2017 11:04

Während die Wareneinfuhren nach vorläufigen Zahlen der Statistik Austria um 1,5% auf 135,59 Mrd EUR zulegten, lagen die Ausfuhren mit 131,22 Mrd EUR um 0,2% unter dem Wert des Vorjahres.

Der Wert der Brennstoff- und Energieimporte ist 2016 deutlich gesunken, nämlich von 10,5 Mrd auf 8,9 Mrd EUR. Die Energieausfuhren gingen von 2,6 auf 2,2 Mrd EUR zurück.

71% der österreichischen Wareneinfuhren kamen 2016 aus EU-Ländern (96,80 Mrd EUR, +3,0%), andererseits gingen 69% der Ausfuhren in die EU (91,11 Mrd EUR, +0,3%). Das Handelsbilanzdefizit mit der Europäischen Union belief sich auf 5,69 Mrd EUR.

Der Aussenhandel mit Drittstaaten hat in den vergangenen zehn Jahren an Bedeutung gewonnen. 2007 wurde rund ein Viertel der österreichischen Importe und Exporte mit Drittstaaten abgewickelt - die anderen 75% entfielen auf die Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Deutschland war auch 2016 Österreichs wichtigster Handelspartner, mit 37,2% Anteil an den Einfuhren und 30,5% an den Ausfuhren. Insgesamt wird mit nur fünf Ländern mehr als die Hälfte des österreichischen Aussenhandels abgewickelt. Einfuhrseitig sind das neben Deutschland noch Italien, China, die Schweiz und Tschechien. Am meisten exportiert wird nach Deutschland, in die USA, nach Italien, in die Schweiz und nach Frankreich.

(AWP)