Deutscher Aufschwung verliert im November kaum an Kraft

Berlin (awp/sda/reu) - Die deutsche Wirtschaft hat im November geringfügig an Schwung verloren. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft fiel um 0,2 auf 54,9 Punkte, wie das Markit-Institut am Mittwoch zu seiner Umfrage unter 1000 Industriebetrieben und Dienstleistern mitteilte.
23.11.2016 10:03

Das Barometer hielt sich aber deutlich über der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. "Die deutsche Wirtschaft bleibt in guter Form", sagte Markit-Ökonom Oliver Kolodseike. Das Bruttoinlandprodukt könne im vierten Quartal um 0,5 Prozent wachsen - nach 0,2 Prozent im Vorquartal.

Die Unternehmen sammelten mehr Aufträge ein. Besonders die Industrie erhielt deutlich mehr Bestellungen aus dem Ausland. Angesichts gut gefüllter Orderbücher stellten die Betriebe erneut mehr Mitarbeiter ein, zumal der Auftragsbestand ebenfalls zunahm.

Höhere Lohnkosten, steigende Preise für einige Rohstoffe sowie der schwächere Euro liessen die Einkaufskosten so kräftig steigen wie seit März 2012 nicht mehr. Deshalb hoben die Unternehmen ihre Verkaufspreise an.

Das Barometer für die Industrie allein gab um 0,6 auf 54,4 Punkte nach, das für die Dienstleister stieg hingegen um 0,8 auf 55,0 Punkte.

(AWP)