Deutscher Innenminister sieht Sicherheitslücken bei Banken

Nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gehen Finanzfirmen zu sorglos mit der IT-Sicherheit um. Es gebe allzu oft die Attitüde "Es wird schon gut gehen" oder "Es wird mich schon nicht treffen", sagte de Maizière am Mittwoch in Wiesbaden auf einer G20-Konferenz zur Digitalisierung in der Finanzwelt. Dabei stehe fest: "Die Kriminellen nehmen verstärkt die Banken selbst ins Visier oder sie manipulieren den Aktienmarkt."
25.01.2017 19:34

De Maizière nannte als Negativbeispiel für laxe Sicherheit die Überprüfung der Identität neuer Kunden bei Onlinebanken durch Videoübertragung. Dokumente könnten gefälscht und digitale Bilder manipuliert werden, sagte der Innenminister vor Vertretern der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. "Bequemlichkeit darf niemals zulasten der Sicherheit gehen." Besonders für Banken sei es wichtig, Vertrauen zu schaffen. "IT-Sicherheit ist nicht billig, aber sie ist eine gute Investition."/das/DP/tos

(AWP)