Deutschland: Einfuhrpreise legen kräftig zu - Stärkster Anstieg seit Mai 2011

Die Hinweise auf eine höhere Inflation in Deutschland verdichten sich weiter. Zum Jahresauftakt haben sich importierte Waren so stark wie seit Mai 2011 nicht mehr verteuert. Im Januar seien die Importpreise im Jahresvergleich um 6,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Volkswirte hatten eine Teuerungsrate von 5,5 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Einfuhrpreise im Januar um 0,9 Prozent.
02.03.2017 08:00

Erst im November waren die Preise für importierte Waren erstmals im Jahresvergleich wieder gestiegen, nachdem sie zuvor etwa vier Jahre lang kontinuierlich gefallen waren. Die Teuerung im November lag bei 0,3 Prozent, im Dezember dann bei 3,5 Prozent.

Ein wichtiger Grund für die überraschend starke Preisentwicklung bei importierten Gütern ist der Anstieg der Energiepreise. Energie insgesamt war laut Bundesamt im Januar um 42,3 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Der jüngste Anstieg der Ölpreise hat einen starken Einfluss auf die Preisentwicklung bei den Importen. Lasse man Erdöl und Mineralölerzeugnisse ausser Betracht, hätten die Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich nur um 3,0 Prozent zugelegt, so die Statistiker./jkr/stk

(AWP)