Deutschland: Umsatz im Detailhandel sinkt stärker als erwartet

Der deutsche Einzelhandel hat das dritte Quartal mit einem überraschend starken Umsatzdämpfer begonnen. Im Juli seien die Umsätze real (preisbereinigt) um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Analysten hatten im Schnitt zwar einen Rückgang erwartet, aber nur um 1,3 Prozent.
30.08.2019 08:30

Im Jahresvergleich fielen die Umsatzdaten hingegen stärker als erwartet aus. In dieser Betrachtung gab es im Juli real einen Zuwachs um 4,4 Prozent, während Volkswirte nur einen Anstieg um 3,3 Prozent erwartet hatten. Der Juli 2019 hatte mit 27 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Juli 2018.

Die Umsatzdaten für Juni wurden nach unten revidiert. Demnach legten die realen Umsätze im Monatsvergleich nur um 3,0 Prozent zu und nicht wie zuvor gemeldeten um 3,5 Prozent. Zuletzt hatte die Konsumlaune der Deutschen der aktuellen Konjunkturschwäche getrotzt und Hinweise für künftig bessere Umsatzdaten geliefert. Der für September berechnete Indikator für die Konsumlaune der GfK-Marktforscher hatte sich unverändert bei 9,7 Punkten gehalten.

Nominal, also ohne Preisbereinigung, fielen die Umsätze im Juli um 2,1 Prozent im Monatsvergleich. Im Jahresvergleich gab es einen Zuwachs um 5,4 Prozent./jkr/jha/

(AWP)