Devisen: Euro gibt zum Dollar und Franken moderat nach

Der Euro hat am Freitag moderat nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostet am Mittag 1,0639 USD und damit etwas weniger als am Vortag.
10.02.2017 13:07

Auch zum Franken kommt der Euro auf 1,0669 CHF wieder leicht zurück. Wie die Experten von Morgan Stanley in einem aktuellen Kommentar schreiben, gehen sie aber weiterhin davon aus, dass die SNB stärkere Abwärtsbewegungen auch weiterhin verhindern werde. Es bleibe aber dabei, dass das EUR/CHF-Währungspaar gerade in Zeiten politischer Unsicherheit wieder stärker in Bewegung kommen dürfte. Der US-Dollar zeigt sich bei einem Stand von zuletzt 1,0028 CHF wenig verändert gegenüber seinem Niveau vom Morgen.

Durchwachsene Konjunkturdaten aus dem Euroraum konnten dem Euro an diesem Freitagvormittag keine klaren Impulse geben. In der italienischen Industrie ist die Produktion im Dezember zwar überraschend gestiegen. Die französische Industrie hat dagegen einen stärker als erwartet ausgefallenen Rückschlag erlitten.

Am Vortag hatten Aussagen von US-Präsident Donald Trump den Dollar beflügelt und den Euro im Gegenzug unter Druck gesetzt. "Wir werden in den nächsten zwei bis drei Wochen Phänomenales zum Thema Steuern ankündigen", sagte Trump. Im Wahlkampf hatte er weitreichende Steuersenkungen angekündigt.

Insgesamt bleibt der Handel durch grosse Verunsicherung geprägt. In der Eurozone sorgen vor allem Diskussionen um weitere Hilfszahlungen an Griechenland sowie der anstehende Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich für Verunsicherung. Ein Wahlsieg der Kandidatin des rechtsextremen Front National, Marine Le Pen, könnte für heftige Turbulenzen sorgen, da sie einen Austritt aus dem Euro fordert.

Am Nachmittag könnten noch Zahlen zu den Einfuhrpreisen in den USA neue Impulse am Devisenmarkt geben.

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(AWP)