Devisenreserven der SNB per Ende Juli um 20,6 Mrd auf 714,3 Mrd gestiegen

Die Devisenreserven der Schweizerischen Nationalbank (SNB) sind im Juli 2017 deutlich gestiegen. Per Ende des Berichtsmonats lag der Wert bei 714,3 Mrd CHF, dies nach leicht aufwärts revidierten 693,7 Mrd CHF per Ende Juni. Der Anstieg beträgt damit rund 20,6 Mrd CHF, wobei er vor allem wechselkursbedingt sein dürfte.
07.08.2017 09:30

Der Gesamtbestand der Reserven (exkl. Gold) erreichte Ende des Berichtsmonats 719,9 Mrd nach 699,2 Mrd CHF im Vormonat. Die Daten sind gemäss dem sogenannten Standard zur Verbreitung von Wirtschafts- und Finanzdaten (Special Data Dissemination Standard, SDDS) des Internationalen Währungsfonds (IWF) erstellt und wurden am Montag von der SNB veröffentlicht.

Von Februar bis April waren die Devisenreserven sehr deutlich angestiegen (insgesamt um knapp 53 Mrd CHF), im Mai und Juni hatte sich dann wieder ein leichter Rückgang ergeben.

Ob und in welchem Ausmass die SNB im Berichtsmonat am Devisenmarkt interveniert hat, ist aus den Zahlen nicht genau herauszulesen. Der Hauptgrund für die Veränderung der Devisenreserven dürfte aber die Entwicklung der wichtigsten ausländischen Währungen zum Franken gewesen sein.

So schwächste sich bekanntlich die hiesige Währung zum Franken deutlich ab: das Währungspaar EUR/CHF notierte Ende Juli bei 1,1440 nach 1,0952 ein Monat davor. Bei einem Euro-Anteil von 40% an den Devisenreserven dürften somit rund 12 Mrd bzw. 60% des Anstiegs im Juli auf diese Bewegung zurückzuführen sein. Auch zum US-Dollar (Devisenanteil per Ende Juni 35%) büsste der Franken etwas an Wert ein.

Einen klareren Hinweis, ob die SNB am Devisenmarkt interveniert hat, geben die Giroguthaben der Banken bei der Nationalbank. Gemäss diesen Zahlen intervenierte sie im Juli am Devisenmarkt kaum.

uh/rw

(AWP)