Economiesuisse sagt für 2018 die definitive Erholung an

Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse hat die Wachstumsprognose für nächstes Jahr von 2 auf 2,2% erhöht. Mit der Erholung in Europa werde die exportorientierte Industrie zum Zugpferd. Sorgen bereitet einzig der Bau.
06.12.2017 10:47

Die Schweizer Industrie soll 2018 definitiv aus dem Tal finden. In der Maschinenindustrie, in der die Trendwende bereits im ersten Quartal 2017 einsetzte, verstärkt sich der Aufschwung nächstes Jahr deutlich, wie Economiesuisse-Chefökonom Rudolf Minsch am Mittwoch vor den Medien sagte.

Die erwartete weitere Erholung des Euro werde auch die Tourismusbranche beflügeln. Die chemisch-pharmazeutische Industrie werde relativ unbeeindruckt von Wechselkursänderungen weiter zulegen.

Im Binnenmarkt profitiere das Gesundheitswesen und der Versandhandel von einem anhaltend positiven Trend. Den Zenit überschritten habe das Bauhauptgewerbe. Zumindest bei der Wertschöpfung erwartet Economiesuisse angesichts der Leerstände einen leichten Rückgang.

"Aufgrund der guten konjunkturellen Lage wird die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt 2018 erstmals seit 2012 wieder unter die Drei-Prozent-Marke sinken", teilte Economiesuisse weiter mit. Während die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandprodukt (BIP) für das Jahr 2018 um 0,2 Prozentpunkte erhöht wurde, reduzierte Economiesuisse die Prognose für dieses Jahr von 1,7 auf 1%.

Die Ökonomen des Dachverbands sind nicht die einzigen, die die Erwartungen für das laufende Jahr herunterschraubten. Wegen des schwachen erste Quartals sowie der Neuberechnung des BIP haben bereits andere Institute ihre Vorhersage reduziert.

Als künftiges Risiko sieht Economiesuisse die Zinswende - mit der sie erst im Jahr 2019 rechnet. Wegen der hohen Bewertung der Immobilien könnte eine Wende grössere Preiskorrekturen auslösen, so die Ökonomen.

ra/

(AWP)