Energieagentur sieht Angebotslücke wegen Iran und Venezuela

Die Internationale Energieagentur IEA geht für kommendes Jahr von hohen Angebotsrückgängen in den Opec-Staaten Iran und Venezuela aus. Die beiden Länder könnten fast 30 Prozent ihrer Produktion einbüssen, teilte die in Paris beheimatete IEA am Mittwoch mit. In Iran wiege die Wiedereinführung von US-Sanktionen schwer, während Venezuela vor allem unter seiner gegenwärtigen ökonomischen Krise leide.
13.06.2018 10:27

Die IEA schlussfolgert, dass andere Mitglieder des Ölkartells Opec für die beiden Länder in die Bresche springen und ihr Angebot ausweiten müssen. Denn das steigende Angebot ausserhalb der Opec, vor allem aus den USA, reiche zwar aus, um die ebenfalls steigende Nachfrage zu befriedigen. Nicht jedoch sei dieses Angebot ausreichend, um die durch Iran und Venezuela entstehende Angebotslücke zu schliessen.

In der kommenden Woche treffen sich die Mitgliedsländer der Opec in Wien. Gesprochen werden soll vor allem über den Fortgang der Anfang 2017 installierten Fördergrenze. Mit dieser Angebotseinschränkung hat die Opec die Ölpreise merklich angehoben.

Zuletzt hatten sich die beiden Ölriesen Saudi-Arabien und Russland dazu bereit erklärt, ihre Produktion wieder etwas hochzufahren. Andere Opec-Länder, darunter Iran und Venezuela, sind dagegen. Die USA sollen die Opec hinter den Kulissen darum gebeten haben, die Produktion auszuweiten./bgf/fba

(AWP)