EU-Kommission sieht Aufschwung durch 'verstärkte' Risiken bedroht

(Ausführliche Fassung) - Die Europäische Kommission geht weiter von einem moderaten Wirtschaftswachstum in Europa aus. Allerdings werde der Aufschwung durch "verstärkte Risiken" bedroht, wie aus der am Montag veröffentlichten Winterprognose der Kommission hervorgeht. Bisher habe sich die europäische Wirtschaft aber noch als widerstandsfähig erwiesen, den Kurs gehalten und mehr Arbeitsplätze geschaffen.
13.02.2017 11:21

Die Widerstandsfähigkeit der Konjunktur gegen jüngste Risiken sei durch vergleichsweise niedrige Ölpreise, die jüngste Abwertung des Euro und durch die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB) gestützt worden, hiess es in der Prognose. Ausserdem hätten Strukturreformen in einigen europäischen Staaten das Wachstum verstärkt.

Generell sieht die Kommission den Aufschwung aber durch eine "extrem hohe Unsicherheit" bedroht. Diese werde genährt durch die Sorge vor den Brexit-Verhandlungen und den anstehenden Wahlen in wichtigen europäischen Staaten. Ausserdem habe der Ausgang der Präsidentschaftswahl in den USA die Unsicherheit verstärkt.

Für das laufende Jahr rechnet die EU-Kommission in der Eurozone mit einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent und im Jahr 2018 mit 1,8 Prozent. Zuletzt hatte die Kommission im Herbst ein Wachstum von 1,5 Prozent in diesem und 1,7 Prozent im kommenden Jahr erwartet. Die Inflation soll laut der aktuellen Prognose in diesem Jahr bei 1,7 Prozent und im nächsten Jahr bei 1,4 Prozent liegen./jkr/tos/stb

(AWP)