EU-Kommission verhängt Kartellstrafe gegen Autozulieferer

Die EU-Kommission hat drei Autozulieferer mit Kartellstrafen von insgesamt 27 Millionen Euro belegt. Die deutschen Firmen Automotive Lighting und Hella sowie die französische Valeo hätten Preise und Handelsbedingungen für die Lieferung von Pkw-Beleuchtung über mehr als drei Jahre abgesprochen, erklärte die Wettbewerbsbehörde.
21.06.2017 16:43

Dadurch seien Hersteller von Pkw und anderen Nutzfahrzeugen benachteiligt worden. Konkret tauschten sich die Unternehmen über Ausschreibungsquoten und Verhandlungsstrategien aus und informierten sich gegenseitig über den Stand bei Verhandlungen über Preiserhöhungen. Auch für Ersatzteile vereinbarten die drei Beleuchtungshersteller höhere Preise und sprachen sich über Gewährleistungsfristen ab.

Die EU-Wettbewerbsbehörde einigte sich mit den Parteien auf einen Vergleich. Valeo wurde die Geldbusse, die eigentlich 30 Millionen Euro betragen hätte, erlassen, weil das Unternehmen das Kartell gemeldet hatte. Automotive Lighting muss den Angaben zufolge 16,3 Millionen Euro zahlen, Hella 10,4 Millionen Euro.

Bei einem Vergleichsverfahren räumen alle beteiligten Unternehmen ihre Beteiligung an einem Kartell ein. Dadurch werden ihnen zehn Prozent ihres Bussgeldes erlassen. Bei Wettbewerbsverstössen kann die EU-Kommission bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens an Strafen verhängen.

(AWP)