Eurozone: Einzelhandelsumsätze steigen auf das Niveau von vor der Krise

In der Eurozone ist der Umsatz im Einzelhandel wieder auf das Niveau von vor der Corona-Krise gestiegen. Die Umsätze seien im Juni um 5,7 Prozent zum Vormonat geklettert, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 6,1 Prozent gerechnet.
05.08.2020 11:01

Der Anstieg im Mai wurde deutlich nach oben revidiert. Die Umsätze seien damals um 20,3 Prozent zum Vormonat gestiegen, nachdem zunächst ein Zuwachs von 17,8 Prozent ermittelt worden war. Dies bedeutet laut Eurostat, dass das Einzelhandelsvolumen in der Eurozone wieder auf das Niveau vom Februar, also vor Beginn der Eindämmungsmassnahmen, zurückgekehrt ist. Im März und April war es jeweils zu deutlichen Rückgängen gekommen.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat stiegen die Umsätze im Juni um 1,3 Prozent. Hier war ein Rückgang von 0,2 Prozent erwartet worden.

Besonders stark erholten sich im Monatsvergleich die Umsätze mit Motorenkraftstoffen und im Nicht-Nahrungsmittelsektor. Die Umsätze bei Nahrungs- und Genussmitteln gingen hingegen zurück. Von den Mitgliedstaaten für die Daten vorliegen, wurden die höchsten Zuwächse in Irland (+21,9 Prozent), Spanien (+16,5 Prozent) und Italien (+13,8 Prozent) verzeichnet. Rückgänge des Einzelhandelsvolumens wurden in Österreich (-2,5 Prozent) und Deutschland (-1,6 Prozent) registriert./jsl/jkr/jha/

(AWP)