Eurozone: Erzeugerpreise fallen deutlich

Fallende Energiepreise sorgen weiterhin für Preisdruck auf Herstellerebene in der Eurozone. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte, lagen die Erzeugerpreise im Oktober 1,9 Prozent tiefer als ein Jahr zuvor. Das ist der stärkste Preisrückgang seit gut drei Jahren. Analysten hatten im Mittel ein Minus von 1,8 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Produkte erhalten, um 0,1 Prozent.
03.12.2019 11:04

Abwärtsdruck kommt im Jahresvergleich nach wie vor von den Energiepreisen. Diese lagen 7,9 Prozent unter Vorjahresniveau. Im Monatsvergleich erhöhten sie sich jedoch um 0,7 Prozent. Teurer als ein Jahr zuvor waren Investitions-, Gebrauchs- und Verbrauchsgüter.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. Wegen der seit langem schwachen Inflation und der sich verlangsamenden Konjunktur hat die EZB ihre Geldpolitik stark gelockert, zuletzt im September. Die extrem expansive Geldpolitik steht zunehmend in der Kritik, sowohl innerhalb wie ausserhalb der Notenbank./bgf/jkr/jha/

(AWP)