Eurozone: Geldmenge wächst deutlich stärker als erwartet

In der Eurozone ist die Geldmenge im August überraschend deutlich gewachsen. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg zum Vorjahresmonat um 5,7 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten im Mittel nur einen Zuwachs wie im Vormonat um 5,1 Prozent erwartet.
26.09.2019 10:41

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 legte ebenfalls spürbar zu. Die Wachstumsrate lag im August bei 8,4 Prozent, nach 7,8 Prozent im Monat zuvor. M1 gilt aufgrund des hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als Konjunkturindikator.

Weniger Veränderung gab es bei der Kreditvergabe. Die Kreditvergabe an die privaten Haushalte habe im August wie im Monat zuvor um 3,4 Prozent im Jahresvergleich zugelegt. Die Wachstumsrate der Kredite an Unternehmen ausserhalb des privaten Finanzsektors stieg hingegen auf 4,3 Prozent nach 4,0 Prozent im Juli./jkr/bgf/fba

(AWP)