Eurozone: Geldmengenwachstum schwächt sich ab - Kreditvergabe zieht an

Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im Januar weniger abgeschwächt als erwartet. Die breit gefasste Geldmenge M3 wuchs zum Vorjahresmonat um 4,9 Prozent, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Montag in Frankfurt mitteilte. Im Dezember hatte die Rate noch bei 5,0 Prozent gelegen. Volkswirte hatten für den Januar allerdings mit einem stärkeren Rückgang auf 4,8 Prozent gerechnet.
27.02.2017 10:24

Das Wachstum der enger gefassten Geldmenge M1 ging noch deutlicher zurück. Es fiel von 8,8 Prozent im Dezember auf 8,4 Prozent im Januar. M1 gilt aufgrund seines hohen Anteils an kurzfristigen Bankeinlagen als guter Konjunkturindikator.

Positiver stellte sich hingegen die Entwicklung bei der Kreditvergabe dar. An private Haushalte wurden im Januar 2,2 Prozent mehr Kredite vergeben als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 2,0 Prozent gelegen. An Unternehmen gingen 2,3 Prozent mehr Kredite als im Vorjahresmonat. Die Rate verharrte damit auf Vormonatsniveau.

Die EZB versucht seit längerem, die Banken zu einer höheren Kreditvergabe zu bewegen. Dazu hat sie ihre Geldpolitik extrem gelockert./jsl/das

(AWP)