In Eurozone ist Stimmung der Dienstleister so gut wie seit Mai 2011 nicht mehr

In der Eurozone ist die Stimmung bei den Unternehmen im Dienstleistungssektor im Februar auf den höchsten Stand seit Mai 2011 gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Bereich Dienstleistungen stieg um 1,8 auf 55,5 Punkte, wie das Marktforschungsunternehmen IHS Markit am Freitag in London laut einer endgültigen Erhebung mitteilte. In einer ersten Erhebung waren noch 55,6 Punkte ermittelt worden.
03.03.2017 10:44

Indexwerte über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten werden als Hinweis für ein wirtschaftliches Wachstum gedeutet. Besonders positiv überrascht hat Spanien. Es erreichte den höchsten Wert von allen grossen Ländern der Eurozone. Auch in Italien legte der Indikator überraschend deutlich zu. In beiden Ländern wird keine erste Schätzung durchgeführt.

Die Stimmung in der Industrie hatte sich laut den bereits am Mittwoch veröffentlichen Zahlen im Februar von 55,2 Punkten im Vormonat auf 55,4 Punkte verbessert. Damit steigt der Gesamtwert für die Wirtschaft der Eurozone von 54,4 Punkten im Vormonat auf 56,0 Punkte. Damit wurde die erste Schätzung bestätigt. Dies ist der höchste Stand seit fast sechs Jahren.

"Der finale Composite-PMI zeichnet ein rosiges Bild von der Eurozonen-Konjunktur, die momentan aus allen Rohen schiesst", kommentierte Chris Williamson, Chef-Ökonom bei IHS Markit. Schliesslich habe sich das Wirtschaftswachstum in allen vier bedeutenden Mitgliedsländern beschleunigt, was darauf hindeute, dass der Aufschwung immer robuster wird und auf einer breiteren Basis stattfindet. Die Daten deuteten laut Williamson auf ein Wachstum von 0,6 Prozent im ersten Quartal hin.

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(AWP)