Eurozone: Preisanstieg auf Erzeugerebene setzt sich fort

Im Euroraum hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise fortgesetzt. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, lagen die Preise im August auf Herstellerebene 4,2 Prozent über dem Stand im Vorjahresmonat. Analysten hatten für August mit einer schwächeren Teuerung gerechnet und nur eine Steigerungsrate von 3,8 Prozent erwartet. Stärkster Preistreiber bleiben die hohen Kosten für Energie.
02.10.2018 11:01

Ausserdem wurde der Preisanstieg im Vormonat Juli nach oben revidiert. Der Anstieg der Erzeugerpreise habe demnach 4,3 Prozent betragen, hiess es weiter. Ursprünglich hatte Eurostat nur einen Zuwachs um 4,0 Prozent gemeldet.

Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Produzenten für ihre Waren erhalten, im August um 0,3 Prozent. In dieser Betrachtung wurde der Anstieg im Juli von zuvor 0,4 Prozent auf 0,7 Prozent nach oben revidiert.

Besonders stark verteuerte sich im August Energie, die 12,0 Prozent mehr kostete als ein Jahr zuvor. Auch für Vorleistungsgüter, die in den Produktionsprozess eingehen, musste mit 3,2 Prozent deutlich mehr gezahlt werden.

Die Erzeugerpreise gehen mit zeitlicher Verzögerung in die Verbraucherpreise ein, an denen die Notenbanken ihre Geldpolitik ausrichten. Im Euroraum lag die Inflation auf Verbraucherebene im September bei 2,1 Prozent und damit etwas über dem von der Europäische Zentralbank (EZB) angepeilten Niveau von mittelfristig knapp zwei Prozent. Dies liegt allerdings zum Grossteil an den höheren Energiepreisen./jkr/bgf/nas

(AWP)