Eurozone: Preisauftrieb stagniert bei 1,0 Prozent

Der Preisauftrieb in der Eurozone hat sich im August nicht verändert. Die Verbraucherpreise seien wie im Vormonat um 1,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Erhebung wurde damit bestätigt. Niedriger hatte Teuerung im Währungsraum letztmalig gegen Ende 2016 gelegen. Vom Preisziel der Europäischen Zentralbank (EZB), die mittelfristig knapp zwei Prozent anpeilt, liegt die Rate weit entfernt.
18.09.2019 11:01

Im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um 0,1 Prozent. Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Lebensmittel und Energie stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,9 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent. Die Kernrate wird von der EZB und Ökonomen als relativ verlässliche Grösse angesehen, um den Preistrend zu beschreiben.

Die EZB hatte ihre bereits sehr grosszügige Geldpolitik vor knapp einer Woche erneut deutlich gelockert. Neben der schwächeren Konjunktur gab sie als Grund den seit langem schwachen Preisanstieg im Währungsraum an. Viele Ökonomen bezweifeln jedoch, dass die zusätzliche Lockerung die Teuerung an den Zielwert der Notenbank heranführen wird./bgf/fba

(AWP)