Eurozone: Trump belastet Anlegerstimmung im Februar - Sentix

Die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump hat die Anlegerstimmung im Euroraum im Februar belastet. Wie das Beratungsunternehmen Sentix am Montag mitteilte, sank das von ihm erhobene Konjunkturbarometer um 0,8 Punkte auf 17,4 Punkte. Der Rückgang fiel jedoch weniger deutlich als erwartet aus. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 16,8 Punkte gerechnet.
06.02.2017 10:40

"Sämtliche Erwartungskomponenten für die globalen Wirtschaftsregionen leiden unter den ersten Amtshandlungen des neuen US-Präsidenten", kommentierte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Vor einem drastischen Einbruch bleibe die globale Konjunktur aber vorerst verschont.

Die Konjunkturerwartungen leiden unter der politischen Verunsicherung. Der entsprechende Unterindikator fiel von 20,0 Punkten im Vormonat auf 14,3 Punkte. Der Rückgang sei als direkte Reaktion auf die "Rüpel-Politik" Trumps zu werten, schreibt Hüber. "Die Anleger sehen darin eine ernste Gefahr."

Die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Eurozone wird hingegen so gut eingeschätzt wie seit Mai 2011 nicht mehr. Die Lagebeurteilung verbesserte sich um 4,0 Punkte auf 20,5 Punkte. "Euroland profitiert von der globalen Konjunkturerholung, deren Beginn im Frühjahr 2016 über die Schwellenländer eingeleitet wurde und sich im Herbst vollständig auf die etablierten Weltregionen übertragen hat", so Hübner.

Die aktuelle Umfrage basiert auf der Befragung von 1107 Investoren, davon 293 institutionelle Anleger.

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(AWP)