Eurozone: Unternehmensstimmung hellt sich weniger auf als erwartet

LONDON (awp international) - Die Stimmung in den Dienstleistungsunternehmen der Eurozone hat sich im Oktober deutlich weniger als erwartet aufgehellt. Wie das Institut Markit am Freitag in einer zweiten Schätzung mitteilte, stieg der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor um 0,6 Punkte auf 52,8 Punkte. In einer ersten Erhebung war allerdings noch ein Anstieg auf 53,5 Punkte ermittelt worden.
04.11.2016 10:42

Vor allem der französische Wert, der stärker fiel als zunächst ermittelt, belastete. Zudem blieben die Indikatoren in Italien und Spanien hinter den Erwartungen von Volkswirten zurück. In beiden Ländern wird keine Erstschätzung durchgeführt. Lediglich der deutsche Wert überraschte leicht positiv.

Der Einkaufsmanagerindex für die Gesamtwirtschaft stieg im Oktober von 52,6 auf 53,3 Punkte. Allerdings war hier zunächst ein Wert von 53,7 Punkten ermittelt worden. Der bereits am Mittwoch veröffentlichte Wert für die Industrie hatte sich hingegen etwas stärker aufgehellt als zunächst ermittelt.

"Das schwächer als vorab angezeigte Oktober-Wachstum steigert die Zweifel daran, ob die Eurozone die seit Jahresanfang vorherrschende schleppende Entwicklung wirklich hinter sich lassen kann", kommentierte Chris Williamson, Chef-Ökonom von IHS Markit. Der Wert signalisiere aktuell nur ein "mageres" Wirtschaftswachstum von 0,3 Prozent im dritten Quartal. Bereits im zweiten Quartal hatte das Wachstum auf diesem Niveau gelegen.

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(AWP)