EZB ändert Inflations- und Wachstumsprognosen kaum

FRANKFURT (awp international) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Prognosen für die Preisentwicklung in den kommenden Jahren kaum verändert. Bis 2019 geht die Notenbank weiterhin von einer Inflationsrate aus, die unter dem anvisierten Ziel von knapp zwei Prozent liegt. Für das laufende Jahre rechnet die EZB unverändert mit einer Teuerung von 0,2 Prozent, wie Notenbank-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt nach der Zinssitzung der Notenbank erklärte.
08.12.2016 15:10

Für das kommendes Jahr wurde die Inflationsprojektion leicht von 1,2 auf 1,3 Prozent erhöht. 2018 rechnet die EZB mit einer Teuerungsrate von 1,5 Prozent, nach 1,6 Prozent in der vorangegangenen Projektion im September. In der ersten Prognose für 2019 erwartet die EZB eine Inflation von 1,7 Prozent.

Ihre Wachstumsprognosen hat die Notenbank ebenfalls kaum verändert. Für dieses Jahr gehen die Währungshüter weiter von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,7 Prozent aus. 2017 dürfte die Wirtschaft der Eurozone ebenfalls um 1,7 (bisher 1,6) Prozent wachsen, gefolgt von 1,6 Prozent im Jahr 2018. In einer ersten Prognose für das Jahr 2019 geht die EZB von einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent aus.

Die Projektionen werden vom Mitarbeiterstab der EZB erstellt. Sie dienen dem geldpolitischen Rat als Entscheidungshilfe./jkr/bgf/fbr

(AWP)