EZB: Bessere Aussichten für Konjunktur im Euroraum

Die Europäische Zentralbank (EZB) zeigt sich optimistischer für die Konjunktur im Euroraum als vor drei Monaten: Für das laufende Jahr erwartet die Notenbank nun einen Zuwachs von 2,2 (Juni-Prognose: 1,9) Prozent beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt darlegte. 2018 soll die Wirtschaft im Währungsraum der 19 Länder demnach um 1,8 (1,8) Prozent zulegen, für 2019 erwarten die Währungshüter unverändert 1,7 Prozent Wachstum.
07.09.2017 15:01

Bezüglich der Entwicklung der Verbraucherpreise liess die EZB ihre Prognosen weitgehend unverändert. Für das laufende Jahr rechnet die Notenbank weiterhin mit einer Inflationsrate von 1,5 Prozent. Für 2018 wird eine Teuerung von 1,2 (Juni-Prognose: 1,3) Prozent veranschlagt, 2019 rechnen die Währungshüter mit 1,5 (1,6) Prozent Inflation. Grund für die leicht zurückgenommenen Prognosen für die kommenden Jahre seien die jüngsten Wechselkursschwankungen des Euro.

Mittelfristig strebt die Notenbank eine jährliche Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige Preise gelten als Risiko für die Konjunktur: Unternehmen und Verbraucher könnten Investitionen aufschieben, in der Hoffnung, dass es bald noch billiger wird./ben/DP/oca

(AWP)