Notenbank - EZB-Chefökonom ist weiterhin gegen eine Normalisierung der Geldpolitik

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht aus Sicht ihres Chefvolkökonoms Peter Praet noch nicht vor einer geldpolitischen Wende.
15.03.2017 11:47
EZB-Chefökonom Peter Praet.
EZB-Chefökonom Peter Praet.
Bild: Bloomberg

"Wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn Leute damit anfangen, über Regimewechsel oder Normalisierung zu reden", sagte Praet am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Frankfurt.

Dort sei die EZB noch nicht. "Wir wollen nicht, dass die Märkte überschiessen." Die jüngsten positiven Stimmungsindikatoren aus der Wirtschaft müssten erst noch von harten Wirtschaftsdaten bestätigt werden.

Die Entwicklung der Kerninflation im Währungsraum sei nach wie vor verhalten, sagte Praet. Bei diesem Inflationsmass werden die schwankungsanfälligen Öl- und Lebensmittelpreise ausgeklammert.

Die Kernrate verharrt seit Monaten bei Werten unter einem Prozent, was den Währungshütern ein Dorn im Auge ist. Denn an der Kerninflation lassen sich den Euro-Wächtern zufolge zugrundeliegende Preistrends gut erkennen.

(AWP)