EZB-Direktorin warnt vor Aufweichen der Bankenregulierung

EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger hat dazu aufgerufen, die nach der Finanzkrise auf den Weg gebrachte globale Reform der Regeln für Finanzinstitute zu vollenden.
23.03.2017 16:55

"Mehr als acht Jahre nach der Krise brauchen Banken regulatorische Sicherheit", sagte das Mitglied des sechsköpfigen Führungsteams der Euro-Notenbank am Donnerstag auf einer Veranstaltung in Wien. Das Finanzsystem sei global und benötige daher auch globale Regeln.

"Es wäre ein Fehler, die Regulierung aufzuweichen", warnte Lautenschläger, die auch stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht ist. Dies würde nur den Boden für die nächste Krise bereiten.

Die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatte jüngst ihren Willen bekräftigt, die in der Fachwelt "Basel III" genannte Reform zum Abschluss zu bringen. Die Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten.

In den USA hatte US-Präsident Donald Trump eine Überprüfung der nationalen Banken-Reform angeordnet. Dies hatte Befürchtungen ausgelöst, die ohnehin schwierigen Basel-III-Verhandlungen könnten dadurch weiter beeinträchtigt werden.

(AWP)