EZB erhöht Inflationsprognosen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat auf den jüngsten Anstieg der Verbraucherpreise reagiert und ihre Inflationsprognosen erhöht. Für das laufende Jahr rechnet die Notenbank mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 1,7 Prozent, wie Notenbank-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt nach der Zinssitzung der Notenbank mitteilte. Zuletzt war die EZB im vergangenen Dezember für 2017 nur von einer Inflation von 1,3 Prozent ausgegangen. Bankvolkswirte hatten eine Erhöhung der Inflationsprognose erwartet.
09.03.2017 15:05

In der neuen Projektion geht die EZB aber weiterhin davon aus, dass die Inflation bis 2019 unter dem anvisierten Ziel von knapp zwei Prozent liegt. Erst ab einer Inflation von knapp zwei Prozent sehen die Währungshüter die Preisstabilität als gewährleistet an. Für das kommende Jahre rechnet die EZB nun mit einer Teuerung von 1,6 Prozent, nach zuvor 1,5 Prozent. Im Jahr 2019 dürfte die Teuerung demnach bei 1,7 Prozent liegen, wobei die Prognose hier unverändert blieb.

Ausserdem erhöhte die Notenbank ihre Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre, allerdings nur leicht. Für dieses Jahr gehen die Währungshüter von einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent aus. Zuvor wurden 1,7 Prozent geschätzt. 2018 dürfte die Wirtschaft der Eurozone demnach um 1,7 (bisher 1,6) Prozent wachsen, gefolgt von 1,6 Prozent im Jahr 2019 (zuvor 1,6).

Die Projektionen werden vom Mitarbeiterstab der EZB erstellt. Sie dienen dem geldpolitischen Rat als Entscheidungshilfe./jkr/tos/jha/

(AWP)