EZB kauft weniger Staatsanleihen

Die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt bei ihren Staatsanleihen-Käufen den Fuss etwas vom Gas. In der Woche bis zum 10. März nahmen die nationalen Notenbanken der Euro-Zone Staatsanleihen und andere öffentliche Schuldtitel im Umfang von 15,56 Milliarden Euro in ihre Bücher, wie die EZB am Montag mitteilte.
13.03.2017 16:14

In der Woche zuvor waren es noch 16,20 Milliarden Euro gewesen. Die Notenbanken der Euro-Länder haben damit seit dem Start der Käufe vor zwei Jahren öffentliche Schuldentitel im Ausmass von rund 1,419 Billionen Euro erworben.

Mit den Wertpapierkäufen wollen die Währungshüter diese Anleihen für Banken als Investment weniger attraktiv machen. Die Geldhäuser sollen stattdessen mehr Kredite an Firmen und Haushalte vergeben. Denn das stützt die Konjunktur und soll die Preisentwicklung in der Währungsgemeinschaft anheizen.

Zuletzt hatten die Notenbanken pro Monat Wertpapiere - Firmenbonds, Pfandbriefe und Hypothekenpapiere eingeschlossen - im Volumen von rund 80 Milliarden Euro erworben. Ab April soll das monatliche Kaufvolumen bis zum geplanten Laufzeitende im Dezember auf 60 Milliarden Euro sinken. Das Gesamtprogramm soll dann einen Umfang von 2,28 Billionen Euro erreichen.

(AWP)