EZB mit leicht verringertem Tempo bei Anleihenkäufen

Frankfurt (awp/sda/reu) - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihren umstrittenen Staatsanleihen-Käufen das Tempo leicht verringert. Die EZB und die nationalen Notenbanken nahmen in der Woche bis zum 4. November öffentliche Schuldtitel der Euro-Staaten im Umfang von 17,12 Mrd EUR in ihre Bücher, wie die Währungshüter am Montag mitteilten.
07.11.2016 16:10

In der Woche zuvor waren es 17,2 Mrd EUR gewesen. Damit erwarben die Euro-Wächter seit dem Start des Programms im März 2015 Staatspapiere im Umfang von 1,148 Billionen Euro.

Es wird erwartet, dass der EZB-Rat im Dezember entscheidet, ob die Käufe, die noch bis mindestens Ende März 2017 laufen sollen, auch danach weitergeführt werden.

Mit den insgesamt auf 1,74 Billionen Euro angelegten Transaktionen will die EZB die Konjunktur anschieben und die aus ihrer Sicht immer noch viel zu niedrige Inflation nach oben treiben.

Die Notenbank strebt knapp zwei Prozent an - im Oktober waren die Konsumentenpreise aber lediglich um 0,5 Prozent gestiegen. EZB Vize-Präsident Vitor Constancio hält es für möglich, dass die Teuerung bis März 2017 auf 1,3 Prozent zunimmt.

(AWP)