EZB will mehr Aufsichtsrechte im Euro-Clearing

Die Europäische Zentralbank (EZB) will ihre Aufsichtsrechte im sogenannten "Euro-Clearing" stärken. Mit einer entsprechenden Änderung von Artikel 22 ihrer Statuten solle eine "effiziente und reibungslose" Abwicklung sichergestellt werden, teilte die Notenbank am Freitag in Frankfurt mit. Die Notenbank begründete den Vorstoss mit der hohen Bedeutung des Clearings für ihre Geldpolitik, die Funktion von Zahlungssystemen und die Stabilität des Euro.
23.06.2017 09:34

Hintergrund des EZB-Initiative ist die Frage, wie mit dem Euro-Clearing betraute Unternehmen nach dem Ausscheiden Grossbritanniens aus der EU beaufsichtigt werden sollen. Diese sogenannten "Clearinghäuser" sind zurzeit weit überwiegend in London ansässig. Unter Euro-Clearing versteht man vor allem die Abwicklung des Handels mit modernen Finanzprodukten, sogenannte Derivate. Die genaue Ausgestaltung des Brexit ist Thema auf dem EU-Gipfel in Brüssel./bgf/jkr/das

(AWP)