EZV: Aussenhandel entwickelt sich im Januar 2017 positiv

(Ausführliche Fassung) - Der Schweizer Aussenhandel hat sich im Januar 2017 durch ein markantes Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte auf der Exportseite positiv entwickelt. Die Importe sanken hingegen. Der Monatswert beim Handelsbilanzüberschuss erreichte damit einen Höchststand.
21.02.2017 08:35

Unbereinigt stiegen die Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,4% auf 18,1 Mrd CHF (real +8,2%) während die Importe nominal um 4,5% auf 13,4 Mrd (real -1,4%) anwuchsen. Somit ergab sich ein Handelsbilanzüberschuss von rund 4,7 Mrd CHF.

Arbeitstagbereinigt stiegen die Ausfuhren um 5,3% (real +2,3%) und die Einfuhren sanken um 1,2% (real -6,8%), wie die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) am Dienstag mitteilt. Im Vergleich mit dem Dezember des vergangenen Jahres reduzierten sich die Exporte saisonbereinigt um 0,9% (-4,0%) und die Einfuhren sanken um 2,6% (5,3%).

Der Anstieg der Exporte war ausschliesslich durch das markante Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte (+17% bzw. +1,3 Mrd CHF) bedingt. Ohne diese Warengruppe hätte ein Gesamtminus von 5% resultiert, so die Mitteilung weiter.

Der Anstieg der Exporte war ausschliesslich durch das markante Plus der Chemisch-Pharmazeutischen Produkte (+17% bzw. +1,3 Mrd CHF) bedingt, so die Zollverwaltung weiter. Ohne diese Warengruppe hätte ein Gesamtminus von 5% resultiert.

Bei Chemie-Pharma wuchsen die Ausfuhren von Medikamenten um 26% (+771 Mio CHF) und jene von immunologischen Produkten um 18% (+407 Mio). Ferner stiegen die Exporte von Textilien, Bekleidung und Schuhen um 11% (Rückwaren) sowie jene von Metallen um 6%. In der Sparte Maschinen und Elektronik, der zweitgrössten Warengruppe, setzte sich die volatile Exportentwicklung der letzten Monate auch im Januar 2017 (-1%) fort. Die Auslieferungen von Uhren - mit 1,4 Mrd CHF Umsatz die drittgrösste Gruppe - lagen weiterhin tief in der Negativzone (-11%). Um 13% reduzierte sich der Versand von Bijouterie und Juwelierwaren (real +18%). Den stärksten Rückgang wiesen indes die Fahrzeuge aus (-24%).

Die Importe (-1 ) wiesen im Januar zwei Extremwerte auf: Die Zufuhren von Fahrzeugen sanken um 28% bzw. 452 Mio CHF, wogegen jene von Bijouterie und Juwelierwaren um einen Drittel bzw. 156 Mio stiegen. 5 der 12 Warengruppen registrierten eine Veränderungsrate zwischen -1 und +1%, unter ihnen auch die beiden grossen Sparten, Chemie-Pharma sowie Maschinen und Elektronik.

yr/cf

(AWP)